Website-Analytics ohne Überwachung

Website-Analytics ohne Überwachung: Warum wir auf Umami setzen
Wer eine Website betreibt, will wissen, wie sie genutzt wird. Welche Seiten werden besucht? Woher kommen die Nutzer? Welche Inhalte funktionieren? Diese Fragen sind berechtigt – und die Antworten helfen, ein besseres Produkt zu bauen. Doch die meisten Analytics-Tools beantworten diese Fragen auf Kosten der Privatsphäre Ihrer Besucher.
Wir haben uns bewusst gegen Google Analytics, Hotjar, Mixpanel und Co. entschieden. Stattdessen nutzen wir Umami – ein Open-Source-Analytics-Tool, das genau die Daten liefert, die wir brauchen, ohne dabei persönliche Informationen zu sammeln.
Das Problem mit herkömmlichen Analytics-Tools
Google Analytics ist der De-facto-Standard im Web-Tracking. Laut Schätzungen läuft es auf über 50 % aller Websites weltweit. Was viele Betreiber dabei übersehen: Hinter den hübschen Dashboards steckt ein umfassendes Überwachungssystem.
Herkömmliche Tools wie Google Analytics erfassen unter anderem IP-Adressen und leiten daraus Standortdaten ab, setzen langlebige Cookies, die Nutzer über Wochen und Monate hinweg identifizierbar machen, erstellen geräteübergreifende Profile durch Verknüpfung mit Google-Konten, und teilen diese Daten mit dem Werbenetzwerk des Anbieters. Das Ergebnis: Ihre Besucher werden nicht nur auf Ihrer Website getrackt, sondern quer durch das gesamte Internet verfolgt. Und die Daten landen auf Servern in den USA – außerhalb der Kontrolle europäischer Datenschutzgesetze.
Was Umami anders macht
Umami ist ein schlankes, quelloffenes Analytics-Tool, das ohne Cookies auskommt und keine personenbezogenen Daten speichert. Es wurde von Grund auf so konzipiert, dass es die Privatsphäre der Nutzer respektiert – nicht als nachträglicher Kompromiss, sondern als Kernprinzip.
Konkret bedeutet das: Umami setzt keine Cookies und benötigt daher keinen Cookie-Banner für Analytics-Zwecke. IP-Adressen werden nicht gespeichert und nicht zu Profilen verknüpft. Es findet kein Cross-Site-Tracking statt – was Besucher auf anderen Websites tun, geht niemanden etwas an. Der vollständige Quellcode ist öffentlich einsehbar und auditierbar.
Self-Hosting in Deutschland: Daten bleiben, wo sie hingehören
Ein entscheidender Punkt bei der Wahl eines Analytics-Tools ist die Frage, wo die Daten liegen. Viele „datenschutzfreundliche" Alternativen zu Google Analytics sind zwar besser als das Original, laufen aber trotzdem als SaaS-Dienst auf fremder Infrastruktur – oft genug bei AWS oder Cloudflare.
Umami lässt sich vollständig selbst hosten. Unsere Instanz läuft auf deutscher Infrastruktur, genau wie der Großteil unserer übrigen Dienste. Es gibt keine Datenübertragung an Drittanbieter, keine Abhängigkeit von US-Hyperscalern und keine versteckten Datenflüsse. Die Daten verlassen zu keinem Zeitpunkt unsere Server.
Welche Daten wir tatsächlich erheben
Auch ohne invasives Tracking liefert Umami alle Metriken, die für fundierte Entscheidungen relevant sind. Wir sehen, welche Seiten wie oft aufgerufen werden, woher der Traffic kommt (Referrer-URLs, nicht Nutzerprofile), welche Länder und Regionen vertreten sind (ohne IP-Speicherung, durch anonymisierte Geolokalisierung), welche Geräte und Browser genutzt werden, und wie lange Besucher auf einzelnen Seiten verweilen.
Das reicht, um zu verstehen, ob Inhalte ankommen, welche Funktionen Interesse wecken und wo nachgebessert werden sollte. Mehr braucht es nicht.
Der DSGVO-Vorteil
Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt, dass personenbezogene Daten nur mit Rechtsgrundlage verarbeitet werden. Bei Google Analytics führt das in der Praxis zu einem Einwilligungsbanner, den ein erheblicher Teil der Nutzer ablehnt. Das Ergebnis: verzerrte Daten, weil nur ein Bruchteil der Besucher erfasst wird.
Umami umgeht dieses Problem elegant. Da keine personenbezogenen Daten erhoben werden, ist in den meisten Fällen keine Einwilligung erforderlich. Das bedeutet nicht nur weniger Aufwand bei der Datenschutz-Dokumentation, sondern auch vollständigere und damit aussagekräftigere Analytics-Daten. Paradoxerweise liefert die datenschutzfreundlichere Lösung also die besseren Ergebnisse.
Fazit: Analytics geht auch ohne Überwachung
Die Vorstellung, dass man zwischen aussagekräftigen Website-Daten und Datenschutz wählen muss, ist überholt. Tools wie Umami beweisen, dass beides gleichzeitig möglich ist – ohne Kompromisse bei der Datenqualität und ohne Kompromisse bei der Privatsphäre.
Sie möchten mehr über unsere DSGVO-konformen KI-Lösungen erfahren? Starten Sie kostenlos oder kontaktieren Sie uns.